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Kletterführer Elbtal (Labske Udoli)


Kletterführer Elbtal (Labske Udoli)


Die Neuauflage wird 2018 erwartet

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Albrecht Kittler, Dresden, 2009
DIN A5 Format, SW, 288 Seiten
377 Gipfel und Massive
2400 Wege
Deutsch

Wieder einmal war es Albrecht Kittler, der in mühevoller Kleinarbeit die vielen Informationen gesammelt hat, die sonst nur per Mundpropagande in Kletterkreisen kursieren. Der Kletterführer ist zwar noch im klassischen Stil mit textlicher Beschreibung gemacht, doch gibt es neben überaus detailreichen Karten Topos für die wichtigsten Wände, so dass man alle Felsen finden kann. Historische Aufnahmen und Zusatzinformationen runden das 288-seitige Werk ab.

Insider wissen es schon seit vielen Jahren: die Elbwände besitzen den festesten Sandstein des Gebirges und übertreffen auch denjenigen des Bielatals. Durch die bis zu 80 Meter hohen Steilwände des Elbcanons ziehen sich Linien, die man auf der deutschen Seite vergeblich suchen würde. Auch wenn die unteren 25 Meter meist durch Bäume verdeckt sind, entdeckt man selbst von den beiden böhmischen Kneipen im ausgangsort Dolni Zleb (Niedergrund) schon die schönen gelben, braunen und schwarzen Farben sowie die fantastischen Eisenbänder in den Felsen.


Eine Genuss VIIIb auf der "Belvedere-Seite"

Das ehemals als Hardcoreschmiede bekannte Gebiet wurde inzwischen um einige leichtere Wege bereichert. außerdem hat der tschechische Kletterverband die Magnesiaverwendung für die schweren Wege nun zugelassen (Wege, die ab den 90er Jahren erstbegangen wurden und schwerer als IXa sind).

Trotz der deutlich besseren Absicherung im Vergleich zur deutschen Seite ist das Elbtal kein Sportklettergebiet a la Südfrankreich sondern auch hier kann es mal acht Meter dauern, bis der erste Bühlerhaken (oder Ring) auftaucht. Dann sind aber viele Wege recht regelmäßig gesichert, so dass hohen und höchsten Leistungen nichts mehr im Weg steht.


Die erste Runzel, IXc, wird unter Kletterern eher als Xa gehandelt. Grad hin oder her - eine Traumlinie!

Im Elbtal ist es aber nicht nur das feste Gestein, der Blick auf die Elbe und die schönen Wege, die das Klettern hier ausmachen. Es ist auch der abschließende Besuch in der böhmischen Kneipe mit dem ausgezeichneten Bier und dem leckeren Gulasch, der uns tschechische Gastfreundschaft näher bringt. Na dann: Ahoj! Na shledanou im Elbtal.


Dirk Uhlig klettert eine VIIIc mit traumhaftem Blick auf die Elbe

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